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Die Musterbaubeschreibung
Zu jedem Gebäude gibt es eine Musterbaubeschreibung. So geben wir Ihnen auf dieser Seite einmal eine Baubeschreibung, welche genau auf ein Passivhaus zugeschnitten ist.
Eine Musterbaubeschreibung für ein so genanntes Passivhaus
Beispiel:
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Einfamilienhaus in Massivbauweise.
Details:
Nach seinem Heizenergieverbrauch von < = 15 kWh/(m2 a) handelt es sich um ein so genanntes Passivenergiehaus.
• Auf einen Keller wird verzichtet.
• Die Gebäudeform ist rechteckig,
wobei die Längsseite direkt nach Süden ausgerichtet ist und großflächig verglast wird.
• Im oberen Bereich der Südfassade besteht die Möglichkeit Solarkollektoren in sog. Wandmontage zu installieren.
• Als Dachform wird ein Pultdach mit ca.12 ° Neigung nach Norden hin, gewählt.
• Die Dacheindeckung besteht aus Eternit (Berliner Welle; klassikrot).
• Die verbleibende Innenhöhe im Traufenbereich des Obergeschosses beträgt noch min 2,20 m.
• Die gesamte Dachkonstruktion hat eine Dicke von ca. 50 cm und erreicht einen U – Wert von
~ 0,11 W/(m2 K).
• Die Konstruktion wird dabei weder von Dachflächenfenstern, Schornsteinen oder Entlüftern durchdrungen.
• Die Sparren (ca. 8 x 24 cm) des Daches enden an der Außenkante der Innenschale des zweischaligen Mauerwerks der Wandkonstruktion und durchdringen somit nicht die Dämmebene der Außenwand.
• Die Konstruktion dieser Wand besteht aus einer Innenschale aus Porenbeton– Plansteinen (30 cm), einer Kerndämmung mit einem Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 030 (15 cm) und einem Verblender im NF – Format. Es wird ein U – Wert der Wand von ~ 0,12 W/(m2 K) erreicht.
• Die bewehrte Bodenplatte des Gebäudes erhält unterhalb derselben eine Dämmung aus 10 cm Foamglas (050) und oberhalb aus 15 cm Polystyrol – Hartschaum (035), wodurch ein
U –Wert der Bodenplatte von ~ 0,15 W/(m2 K) erreicht wird.
• Bei allen aufgehenden Wänden (auch Innenwände (Kasa 4 DF bzw. 6 DF) im Erdgeschoss), sowie beim Anschluss Fundament / Bodenplatte kommen spezielle Foamglas – Dämmsteine mit erhöhter Druckfestigkeit (1,7 N/mm2) zur Vermeidung von Wärmebrücken zum Einsatz.
• Bei den Fenstern des Gebäudes handelt es sich der Optik nach um Holzfenster mit einem
Uw – Wert des Gesamtsystems von 0,77 W/(m2 K) und einem Gesamtenergiedurchlaßgrad
(g – Wert) von 60 %.
• Das Fenstersystem besteht dabei aus einem Rahmen in
Sandwich – Konstruktion (Innen/Außen Holz, dazwischen ein PUR – Kern), einer Dreischeibenisolierverglasung mit Argonfüllung und einem Glasrandverbund aus Kunststoff.
• Die Anzahl der Fenster ist auf der Nord–Ost–West – Seite des Gebäudes minimiert. Betreten wird das Gebäude über einen Windfang, der dem Objekt auf der Südseite „vorgesetzt“ ist und dem sich ein Geräteraum und ein Carport anschließen.
• Die Aufteilung des Erdgeschosses gestaltet sich offen nach Süden ausgerichtet.
• Die Naßräume und der zentrale Technikraum liegen zur Reduzierung der Installationswege direkt übereinander.
• Auch die Anschlüsse der Küche haben einen sehr kurzen Weg zum Technikraum, in dem alle Ver- und Entsorgungsleitungen des Gebäudes zentriert installiert sind.
• Der Flurbereich wird geprägt durch einen sichtbaren Stahlunterzug (HE 140 B), der die obere Galerie trägt und durch eine gerade Stahltreppe zum Obergeschoss, die direkt vor der südlichen Fensterfront plaziert ist.
• Über die Galerie, die sich gänzlich über die Südfassade erstreckt, sind alle Zimmer des Obergeschosses erreichbar.
• Außerdem Technikraum sind hier alle Räume zur besseren Belichtung mit Oberlichtern über den Türen ausgestattet.
• Zur weiteren technischen Ausstattung des Gebäudes zählt die Installation einer zentralen Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (> 80 %), elektronisch geregelt und außentemperaturabhängig gesteuert.
• Durch den zentralen Technikraum werden auch hier Rohrwege und Ventilatorleistung (ca. 2 x 40 W) minimiert.
• Für den Winterbetrieb ist eine Erdreichvorwärmung (Temperatur in ~ 2 m Tiefe ca. 6 – 8 ° C) der Außenluft vorzuschalten. (Im Sommer zur Kühlung verwendbar)
• Die Brauchwassererwärmung wird von einer Wärmepumpe, die die restliche Energie aus der Abluft nutzt, übernommen. Diese Wärmepumpe übernimmt auch die evtl. erforderliche Nachheizung der in das Gebäude geleiteten Zuluft (zentrales Nachheizregister Wasser/Luft).
• Werden in einzelnen Räumen noch höhere Temperaturen gewünscht, so geschieht dies mittels raum-thermostatgesteuerter elektrischer Nachheizregister unmittelbar vor den
Austrittsöffnungen der Zuluft.
• Die Brauchwassererwärmung wird vor allem im Sommer durch den Einsatz von Sonnenkollektoren effizient unterstützt..
• Die Installation einer herkömmlichen Heizungsanlage ist nicht erforderlich.
• Auf einen Gasanschluß des Gebäudes wird verzichtet. Sommerlicher Wärmeschutz bzw. Sichtschutz wird durch die Installation von Außenjalousien erreicht (keine Durchdringung der Dämmebene Wand).
• Hinzuweisen ist noch auf eine besonders sorgfältige Ausführung von Anschlüssen und Details des gesamten Gebäudes hinsichtlich ihrer Luftdichtigkeit und der Vermeidung von Wärmebrücken.
Wollen Sie sich zu einzelnen kostensparenden Aspekten in Ruhe informieren, dann gelangen Sie hier zu diesen Themen:
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